Äpfel und Birnen – oder die Probleme mit virtuellen Teams

Virtuelle Teams und Arbeitsgruppen sind in vielen Unternehmen und Organisationen inzwischen an der Tagesordnung. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese virtuellen Strukturen immer effizient und effektiv eingesetzt, organisiert, verwaltet und geführt werden. Eher das Gegenteil ist der Fall. Nur wenige Unternehmen haben verstanden, wie virtuelle Teams erfolgreiche etabliert und zu einem leistungsfähigen Team geführt werden.

Warum ist das so? Mich erinnert das ein wenig an den Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Es werden einfach bestehende Leitlinien, Methoden, Vorgehensweisen und Verfahren aus dem Bereich der Vor-Ort-Teams auf virtuelle Teams übertragen. Das kann nicht funktionieren – eben weil Äpfel keine Birnen sind. Damit Unternehmen und Organisationen das Potenzial virtueller Teams ausnützen können, müssen sie verstehen, was virtuelle Teams für ihren Erfolg benötigen.  So fehlt es sehr häufig an klaren Zielen, Vorgaben und Prioritäten. Die virtuellen Teammitglieder tappen mehr oder weniger im Dunkeln. Viele Dinge, die sich in Vor-Ort-Teams durch informelle Gespräche regeln, bleiben in virtuellen Teams unklar, so z.B. die verschiedenen Rollen und Verantwortlichkeiten  im Team. Welche Rollen werden benötigt, welche haben wir, wer nimmt diese Rollen wahr und wer ist wofür verantworltich? Oft fehlt es auch an der grundsätzlichen Zusammenarbeit über Standortgrenzen hinweg, weil das Verständnis dieser Arbeitsmethode fehlt. Als Folge dieser Mängel, aber auch aus anderen Gründen wie des fehlendes persönlichen Kontakts sinkt das Engagement der Teammitglieder.

Viele Unternehmen versuchen, die Probleme mit Technik zu erschlagen. So werden z.B. von den Sozialen Medien wieder einmal wahre Wunder erwartet. Doch das scheitert, wenn man nicht gleichzeitig die Menschen mitnimmt und auf die virtuelle Zusammenarbeit vorbereitet sowie die Prozesse in den virtuellen Kontext einbettet. Schade eigentlich, denn so wird nicht nur viel Geld verbrannt, sondern es werden auch Chancen verpasst, wie z.B. eine Ausnutzung der Kreativitäts- und Innovationskraft virtueller Teams.

Virtuelle Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

Whitepaper: Web Conferencing erfolgreich im Unternehmen einführen

Executive Summary: Web Conferencing eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit über Distanzen. Allerdings werden diese Möglichkeiten in vielen Fällen nicht ausgeschöpft. Vielmehr wird oft nur ein Szenario dargestellt, obwohl mit Web Conferencing in vielen Prozessen Optimierungsmöglichkeiten und Einsparungen realisierbar sind. In diesem Whitepaper wird aufgezeigt, wie Web Conferencing erfolgreich implementiert und genutzt wird. Nach einer Einführung in Web Conferencing wird die derzeitige Situation vieler Betriebe bezogen auf Web Conferencing dargestellt. Weiterhin werden die Erfolgsfaktoren der Einführung von Web Conferencing beschrieben und wichtige Elemente einer Web-Conferencing-Strategie erläutert.

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Virtuelle Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

 

“Distance Leadership” – ein Seminar mit Langzeitwirkung

Traditionelle Seminare haben einen entscheidenden Nachteil – die Teilnehmer sind hinterher auf sich alleine gestellt, ein weiterer Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern findet nicht statt. Fassnacht Consulting & Training und die FCT Akademie GmbH gehen hier schon länger den Weg einer individuellen Nachbetreuung, die den Teilnehmern einen spürbaren Nutzen bringt.

Nun haben wir die Nachbetreuung weiter ausgebaut. Bereits im Seminar wird der spätere Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern und mit dem Trainer auf der Grundlage von Social Media motiviert und eingeleitet. Der Trainer, der immer auch ein zertifizierter Online-Trainer ist, moderiert und betreut den virtuellen Erfahrungsaustausch. Außerdem erhalten die Teilnehmer individuell weiterführende Lernmaterialien, die sie bei der Umsetzung ihrer konkreten Lernergebnisse unterstützen. So wird aus dem Seminar ein ergebnisorientierter Lernprozess, der den Teilnehmern echten Nutzen bringt.

Das erste Seminar, bei dem wir diesen “ausgebauten Lernweg” beschreiten, ist “Distance Leadership – Führen aus der Ferne / Distanz“. Dieses Seminar eignet sich deshalb besonders, weil die Teilnehmer das Führen aus der Distanz im Anschluss an das Seminar online üben können. Und wer Lust hat, kann auch an einem virtuellen Führungsspiel teilnehmen, dass wir in diesem Seminar anbieten.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite, kontaktieren Sie uns unter kontakt@fct-akademie.com oder rufen Sie uns an: 07262/6100-12.

Virtuelle Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

Social Media – Was bringt es für’s Geschäft?

Die Einsatzmöglichkeiten von Social Media sind sehr vielfältig. Neben den gängigen Funktionen wie Marketing, Public Relations und Customer Relationship Management können Social Media unter anderem eingesetzt werden für die unternehmensinterne und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit (Collaboration) und viele Funktionen des Personalwesens wie Weiterbildung, Talentmanagement, Recruiting, Employer Branding, etc.

Spannend ist auch der Umstand, dass auch kleinste, kleine und mittlere Unternehmen dieselben Werkzeuge einsetzen können wie große Unternehmen, ja sogar wie DAX-Unternehmen.

Doch bei aller Möglichkeiten, die Social Media bieten, sollte eine Frage immer im Vordergrund stehen: Was bringt es mir für’s Geschäft? Welche Geschäftsprozesse und -funktionen kann ich besser gestalten als bisher und damit den Umsatz erhöhen oder Kosten senken? Wie kann ich mich durch Social Media von Mitbewerben differenzieren? Was passiert, wenn ich Social Media nicht oder nur rudimentär einsetze?

Leider werden diese Fragen zu selten gestellt und noch viel seltener ausführlich beantwortet. Die Folge: viele Unternehmen und Organisationen steigen strategisch schlecht vorbereitet in den Social-Media-Ring und wundern sich, wenn es nicht klappt. Dabei hatten wir das alles schon öfters, z.B. beim Einstieg in E-Mail, was unter anderem dazu geführt hat, dass E-Mail bis zum heutigen Tag unnötige Probleme bereitet, oder beim Einstieg in E-Learning, bei dem Anfang des Jahrhunderts viel verbrannte Erde hinterlassen wurde.

Ein Unternehmen sollte daher im Vorfeld die obigen und noch mehr Fragen beantworten und eine klare Social-Media-Strategie entwickeln, bevor der Einstieg in Social Media erfolgt.

Virtuelle Grüße

Konrad Fassnacht

Distanz – das Mysterium bei der virtuellen Zusammenarbeit

„Distanz – das spielt doch keine Rolle mehr in der Zusammenarbeit.“ Dies sagte mir gestern ein Kunde, wobei ein leicht zynischer Unterton nicht zu überhören war. In der Tat e-mailen, twittern, webcasten, facebooken und videokonferenzen wir uns inzwischen quer durch die Welt. Egal ob wir uns im Büro, im Zug oder im Basislager bei der Besteigung der Eigernordwand befinden – wir sind erreichbar und wir erreichen alle anderen. Moderne Medien machen es möglich, dass wir mit Kollegen und Partnern in den entlegensten Winkeln der Welt zusammenarbeiten, mit ihnen auf verschiedenen Ebenen kommunizieren und sie in virtuellen Besprechungsräumen treffen. Die Welt und damit die Distanz reduziert sich auf unsere Smartphone und unser Laptop.

Doch gemach, es ist viel zu früh, um der Distanz das Totenglöckchen zu läuten. Es gibt nämlich einen Faktor, welcher der Technik einen Strich durch die Rechnung macht – der Mensch.

Rufen wir doch das Corpus Delicti selbst in den Zeugenstand, nämlich die Distanz. Objektiv ist sie ein sehr einfaches Maß. Die Entfernung zwischen Eppingen und München ist ca. 300 km, die zwischen Eppingen und Shanghai ist Luftlinie etwa 9000 km. Basta. Doch nun kommt der Angeklagte ins Spiel, eben der Mensch mit seiner ganz und gar nicht objektiven Betrachtungsweise. Sehen wir uns hierzu die Ergebnisse einer interessanten Studie an.

Probanden mussten mit Hilfe von Medien mit entfernten Personen zusammenarbeiten, die in zwei Gruppen aufgeteilt waren. Gruppe 1 war nur wenige Kilometer entfernt und saß im gleichen Ort, Gruppe 2 war 5000 km entfernt. So wurde es denn Probanden gesagt. Objektiv hätte es egal sein müssen, wo die Gruppen sitzen, waren doch die Aufgabenstellung und die Kommunikationsmedien die gleichen. Doch die Ergebnisse sprachen eine andere Sprache. Die Bereitschaft, mit der zweiten Gruppe zusammenzuarbeiten, war deutlich geringer. Es wurde deutliche mehr in Eigenregie gearbeitet. Versuche, die entferntere Gruppe in die Arbeit zu integrieren, waren weniger ausgeprägt. Dafür war die Bereitschaft zum Schwindeln und zum Verheimlichen größer.

Lassen wir die Katze aus dem Sack: Beide Gruppen saßen fröhlich zusammen in einem Nebenraum und waren zunehmend erstaunt über die ungleiche Behandlung durch die Probanden.

Was war passiert? Nicht mehr und nicht weniger als dass der Faktor Mensch zugeschlagen hat. Gleiche Aufgaben, gleiche Technik, aber unterschiedliche Bereitschaft der Zusammenarbeit, weil das Gefühl der größeren Distanz zur zweiten Gruppe da war. Das menschliche Gehirn signalisiert sofort: „Weit weg, persönliche Treffen und damit entdecken von Fehlverhalten, Eigenbrötelei, Starrsinn, etc. geringer, also reiten wir mit lockeren Zügeln.“ Es geht dabei, wie die Studie zeigt, nicht um die tatsächliche Distanz, die ist ja nur wenige Meter war, sondern um die gefühlte, wahrgenommene Distanz.

Das beobachtete Verhalten der Probanden war nicht bösartig gemeint, denn sie kannten die beiden Gruppen gar nicht und hatten so kaum persönliche Präferenzen. Es ist einfach ein normales, menschliches Verhalten gerade zwischen Personen, die sich nicht oder nicht gut genug kennen.  Führungskräfte haben nun ein Problem. Sie interpretieren dieses Verhalten nicht selten als mangelnde Leistung, Unorganisiertheit, fehlende Kommunikationsfertigkeit, etc., womit sie den Mitarbeitern Unrecht tun. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Denn dass es anders geht zeigt folgendes einfache Gedankenexperiment.

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen lieben Menschen, zu dem Sie eine sehr gute Beziehung und viel Vertrauen hatten, lange Zeit nicht gesehen. Wenn Sie diesen Menschen persönlich oder virtuell treffen, wird sofort der bestehende Beziehungsdraht aktiviert – es ist, als ob man diesen Menschen gestern das letzte Mal gesehen hat.

Die Beziehungsebene beim Führen von Mitarbeitern ist immer wichtig. Sie ist besonders wichtig, wenn wir Mitarbeiter aus der Distanz führen. Es ist oft keine böse Absicht, wenn sich entfernte Mitarbeiter regelwidrig verhalten, also z.B. Vereinbarungen nicht einhalten, Qualitätsnormen und Leistungsnormen nicht erfüllen, etc. Es ist das einfache Gefühl, dass dieses Verhalten durch die Distanz nicht aufgedeckt wird, verborgen bleibt. Für Führungskräfte ist es daher von großer Bedeutung, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und zu bewahren sowie „virtuelle Präsenz“ zu zeigen. Diese Führungsaufgabe erfordert gerade beim Führen aus der Distanz Geduld und vor allem Zeit. Es ist eine permanente Aufgabe, um die sich Führungskräfte dauernd kümmern müssen. Führungskräfte, denen dieses gelingt, werden ihre Mitarbeiter zu großen Leistungen führen – und damit selbst erfolgreich sein.

Virtuelle Teams versus virtuelle Arbeitsgruppen – was ist der Unterschied?

In unseren Seminaren stellten wir immer wieder fest, dass der Unterschied zwischen virtuellen Teams und virtuellen Arbeitsgruppen nicht ganz klar ist. Dieser Unterschied muss am Anfang des Seminars herausgearbeitet werden, um während des Seminars in der Spur zu bleiben. Doch worin unterscheidet sich nun eine virtuelles Team von einer virtuellen Arbeitsgruppe? Hierüber könnte ich eine lange Abhandlung schreiben. Doch ich will es kurz und bündig machen.

Ein virtuelles Team ist eine Gruppe von Personen, die über mehrere Standorte verteilt sind und an mindestens einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Die Teammitglieder verfügen über unterschiedliche, aber sich ergänzende Kompetenzen, um auch schwierige, einmalige oder neue Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Fällt ein Teammitglied aus, ist es schwierig, dieses Teammitglied zu ersetzen. Ein virtuelles Team ist wie jedes Team gekennzeichnet durch ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl, gemeinsame Werte und viel sozialer Interaktion. Typisches Beispiel ist ein virtuelles Projektteam.

Eine virtuelle Arbeitsgruppe hat ebenfalls ein gemeinsames Ziel. Allerdings haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe relativ ähnliche Kompetenzen und Aufgaben, so dass der Aufall eines Arbeitsgruppenmitglieds recht leicht kompensiert werden kann. Die Zusammengehörigkeit ist nicht so stark ausgeprägt wie beim Team, und auch die Kommunikation und der Austausch ist stärker eingeschränkt. Typisches Beispiel ist ein Vertriebs-”Team”, bei dem es sich in der Regel “nur” um eine Arbeitsgruppe handelt.

Diese kurzen Erläuterungen sollen an dieser Stelle genügen. In der Praxis bedeutet dies, dass ein virtuelles Team wesentlich mehr Aufmerksamkeit benötigt als eine virtuelle Arbeitsgruppe. Das reicht von der Teambildung über die besonderen Dynamiken in einem Team bis hin zur Organisation der Zusammenarbeit.

Allerdings: Jede Arbeitsgruppe sollte auf einer Ebene auch ein Team sein – nämlich wenn es um das Lernen und den Erfahrungs- und Wissensaustausch geht. Dies ist gerade in virtuellen Arbeitsgruppen mit der – scheinbar – fehlenden geschäftlichen Notwendigkeit der Teambildung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wenn es dem Leiter einer virtuellen Arbeitgsgruppe gelingt, den informellen Erfahrungs- und Wissensaustausch in seiner Gruppe zu organisieren und eine Kultur des informellen Lernens voneinander und miteinander zu etablieren, wird auch seine Arbeitsgruppe gewissen Vorteile virtueller Teams wie eine hohe Kreativitäts- und Innovationskraft, das Senken von Kosten durch Doppelarbeiten und durch Fehlervermeidung, etc. zeigen.

Virtuelle Grüße

Konrad Fassnacht

 

Distance Management – ein Angebot von GreenHouse, Naviget, Fassnacht Consulting & Training und FCT Akademie

Die GreenHouse Group in Brüssel, die Naviget GmbH in München und Fassnacht Consulting & Training sowie die FCT Akademie GmbH werden in 2012 ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Distance Managements und des Distance Leaderships intensivieren. Diese umfasst sowohl Beratungsleistungen als auch Weiterbildung und Coaching. Ziel ist es, Unternehmen mit mehren Standorten dabei zu unterstützen,

  • das Tagesgeschäft wie z.B. Telefonkonferenzen, virtuelle Besprechungen, E-Mail-Kommunikation, Organisation von gemeinsamen Laufwerken, etc. zu verbessern
  • die Potenziale der standortübergreifenden Zusammenarbeit wie z.B. die flexible Zusammenstellung und Steuerung virtueller Hochleistungsteams, die Bereitstellung organisationalem Wissens, den Austausch von Erfahrungen, etc. in vollem Umfang auszuschöpfen
  • Mehrwert durch die standortübergreifende Zusammenarbeit zu schaffen

Die Vorbereitungen für ein gemeinsames Angebot von GreenHouse, Naviget, Fassnacht Consulting & Training und FCT Akademie sind weitestgehend abgeschlossen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 werden Pilotkunden gesucht, die das Angebot des Konsoritiums zu besonderen Konditionen testen können. Falls Sie Interesse haben wenden Sie sich bitte an micht (konrad.fassnacht@fct-akademie.com bzw. 07262 / 6100-10) für weitere Informationen.

Konrad Fassnacht

Verschenkte Potentiale

“Die Distanz macht vieles unmöglich. Das ist halt so.” – Diesen Satz höre ich sehr häufig, wenn ich mit Unternehmen über die Situation bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit spreche. Zwar hat man schon die eine oder andere technische Lösung ausprobiert, aber in vielen Fällen bleibt man dann doch bei Telefon und E-Mail. Das ist dann so, als ob  man ohne Führerschein mit einem Trabi die Rallye Paris-Dakar fahren will und sich dann wundert, dass man zu den Letzten gehört.

Aber auch viele der Trainer, Coaches und Berater, die inzwischen „Virtuelle Teamarbeit“ auf ihre Fahnen geschrieben haben, verbessern die Situation kaum. Es werden generische Lösungen angeboten, wie man z.B. Vertrauen aus der Ferne aufbaut, Mitarbeiter motiviert und virtuelle Teams organisiert. Aber wenn es um die konkrete Umsetzung geht, fehlt meist die Erfahrung, um maßgeschneiderte und individuelle Lösungen anzubieten. In der Folge werden die typischen Probleme der standortübergreifenden Zusammenarbeit als gegeben akzeptiert. Die Stärken, die diese Arbeitsform im Vergleich zu herkömmlichen, ortsgebundenen Arbeitsformen hat, werden zum großen Nachteil der Unternehmen nicht ausgeschöpft.

Um die Potentiale der standortübergreifenden Zusammenarbeit voll zu nutzen, gilt es den Blickwinkel zu verändern. Die Technologie und die generischen Methoden, die in unzähligen Büchern über virtuelle Teamarbeit beschrieben sind, stellen das Betriebssystem dar, das benötigt wird, um virtuelle Netzwerke aufzubauen, Mitarbeiter aus der Ferne zu führen, die standortübergreifende Zusammenarbeit zu organisieren sowie Kreativität und Innovationskraft freizusetzen.

Um diese Ziele zu erreichen, geht es zunächst darum, festzustellen, wo man bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit wirklich steht. Dabei sind zahlreiche Facetten zu beachten wie z.B. die Kommunikationskultur, die Kultur der Zusammenarbeit, die Führungskultur oder die eingesetzte Technologie. Der Ist-Stand ist Ausgangspunkt einer Strategie, um die standortübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern und die Führungskräfte und Mitarbeiter spürbar zu entlasten. Eine Roadmap zeigt den Weg hin zu diesen Verbesserungen und gibt Orientierung bei der schrittweisen Umsetzung der Strategie. Im Mittelpunkt der Roadmap stehen die Mitarbeiter und deren Kompetenzen sowie die Geschäftsprozesse und deren Ergebnisse. Mittelfristiges Ziel ist es, Prozesse zu beschleunigen und Geschäftsergebnisse sowie Wettbewerbssituation zu verbessern und gleichzeitig die Belastung der Mitarbeiter zu reduzieren. Langfristiges Ziel ist es, Mehrwert durch die standortübergreifende Zusammenarbeit zu realisieren und zum Schluss Ergebnisse zu produzieren, die ohne standortübergreifende Zusammenarbeit gar nicht möglich ist.

Auf dem Pferd durch das Informationszeitalter

Viele Unternehmen statten ihre virtuelle Teams mit dem aus, was sie haben: E-Mail und Telefon. Ergänzend findet man bisweilen eine gemeinsame Dateiablage und eher selten Videokonferenzanlagen. Doch genügt dies, um komplexe Aufgaben in virtuellen Teams zu bewältigen?Theoretisch ja, aber – jede Aufgabe ließe sich auch mittels Pferd und berittenem Boten bewerkstelligen. Warum nützt man dieses natürliche Kommunikationsmedium “Gaul” nicht? Nun, die Antwort ist ganz einfach: es ist natürlich viel zu langsam und zu unflexibel. Doch was ist die E-Mail im Informationszeitalter? Nichts anderes als der Gaul des zu Ende gehenden Industriezeitalters. Dieser Gaul wird zwar immer noch benötigt und rechtfertigt an vielen Stellen seinen Einsatz. An vielen anderen Stellen ist er schlicht und einfach überfordert – zu unflexibel, zu langsam, zu unstrukturiert und vieles mehr.

Im beginnenden Informationszeitalter sollte man dem Gaul “E-Mail” deutlich mehr Ruhe gönnen, und dafür Medien verwenden, die schneller sind und uns doch mehr Ruhe gönnen, die unseren Stress abbauen und unsere Arbeitsergebnisse verbessern. Zu diesen Medien gehören virtuelle Besprechungsräume, Groupware-Systeme mit hochstrukturierter Dateiablagen und Workflow-Komponenten, soziale Netzwerke (Web. 2.0) und vieles mehr. Die Kunst ist es, diese Medien so aufeinander abzustimmen, dass standortübergreifende Prozesse optimal unterstützt werden.

Ich denke, dass Unternehmen, denen es schneller gelingt, E-Mai, Telefon, Dateiablage und Video durch leistungsfähigere Medien zu eergänzen, die Nase vorne haben werden. Allerdings – Medien sind nur das Fahrzeug. steuern muss der Mensch selbst. Den Mensch fitt zu machen für das Steuern von modernen Technologien ist eine wichtige Aufgabe des Virtual Leaderships.

Virtual Collaboration Readiness – Wie fit ist Ihre Organisation zur standortübergreifenden Zusammenarbeit?

Damit die virtuelle Zusammenarbeit über verschiedene Standorte hinweg reibungslos funktioniert, müssen drei Erfolgsfaktoren in Balance sein: Mensch, Prozesse und Technologien. Diese Erfolgsfaktoren sollten vom Beginn der virtuellen Zusammenarbeit, z.B. in virtuellen Teams, berücksichtigt werden. Doch was ist, wenn eine Organisation, sei es ein Unternehmen, eine Abteilung oder ein Team, bereits virtuell zusammenarbeitet und spürbare Verbesserungen erzielen will? In diesem Fall sollte zunächste festgestellt werden, wo die Organisation bei der Entwicklung der virtuellen Zusammenarbeit steht. Was funktioniert, was funktioniert nicht?

Wir haben hierzu den Virtual Collaboration Readiness Check entwickelt, der Ihnen auf einfache Art und Weise Einblick gibt in den Ist-Stand der virtuellen Zusammenarbeit und der Hinweise bereitstellt, wie der Ist-Stand spürbar verbessert werden kann. Wie läuft ein derartiger Check ab?

Die Teilnehmer an dem Check erhalten einen Bogen mit Aussagen zur virtuellen Zusammenarbeit, die sie gewichtet bewerten. Wir werten den Bogen aus, wobei wir auf unsere Erfahrungsdatenbank zurückgreifen. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Auswertung führen wir mit den Teilnehmern ein Gespräch, um Hintergründe zu gewissen Aussagen zu erfragen. Auswertungs- und Gesprächsergebnisse bieten ein Bild des Ist-Stands der virtuellen Zusammenarbeit in ihrer Organisation und geben Hinweise auf Verbesserungspotential.

Als Ergebnis erhalten die Teilnehmer erhalten eine umfassende Gesamtdarstellung des Ist-Stands und der vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen, die wir im persönlichen Gespräch vorstellen.

Wenn Sie an dem Check interessiert sind, rufen Sie mich einfach an (+49 (0) 7262 6100-10) oder senden Sie mir eine E-Mail (konrad.fassnacht@fassnachtct.com).

Virtuelle Grüße aus dem Kraichgau

Konrad Fassnacht

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